2012/08/31

ROME #4

tag #4
der wecker klingelt, ich hab den puls eines rennpferdes. hab ich gestern echt so viel getrunken? wir kriechen zu roberto… gott, dieser cappucino!
wir fahren nach porta portese, einem weiteren flohmarkt, der sich von dem vom vortag jedoch leider kaum unterscheidet. außerdem ist es schon wieder so dermaßen heiß und ich bedauere immer noch den tod meiner beiden kameras. mittlerweile hab ich nur noch einwegkameras. als wir völlig verschwitzt und halb am verdursten das ende des marktes erreichen, trauen wir unseren augen kaum: steht da wie eine oase in der wüste ein mcdonalds, niegelnagelneu und voll klimatisiert. halleluja!
dann geht’s zurück zur metrostation und mit der s-bahn richtung strand,  lido di ostia. die idee mit dem baden scheint ganz offensichtlich nicht nur uns gekommen zu sein, da liegt halt wirklich ganz rom am strand. schatten? fehlanzeige. wir liegen in der prallen sonne, schwimmen ein paar runden im meer und versuchen immer wieder, den ganzen sand loszuwerden, der dank tonnen von sonnencreme an uns klebt. meine einwegkamera stirbt einen qualvollen hitzetod.
am späten nachmittag machen wir uns wieder auf den rückweg, im hostel werden wir wegen buchungsdurcheinander in ein anderes gebäude umquartiert. aber schön ists hier auch.
dann also wieder duschen und auf zum camp de fiori, wo wir heute ausnahmsweise einmal spaghetti essen. dazu ein glas rotwein, weil man das so macht in italien. hinterher ein cocktail im ipanema, wo wir vor lauter müdigkeit am tisch fast einschlafen. auf dem heimweg quatscht uns ein älterer typ an und erzählt uns von einem tollen open-air-club am tiber. klar kommen wir mit! er ist schönheitschirurg, raucht kette und erzählt uns von seinen partyreisen mit doktorenkollegen. von dem möcht' ich mich nicht operieren lassen. der club ist ok, musiktechnisch nicht mein ding aber die stimmung ist großartig. wir befinden uns auf einem floß am tiber, überall hängen lichterketten. wir tanzen, ich fühl' mich als wär' ich irgendwo in der karibik. irgendwann sind wir dann aber doch so müde, dass wir den heimweg antreten.
blöderweise ist der termini um diese uhrzeit zu, sodass wir außenrum laufen müssen, um zu unserem hostel zu gelangen. und an jeder ecke liegen obdachlose. wir bekommen ein bisschen angst, laufen los, zucken bei jedem geräusch zusammen. und wo war gleich nochmal die verdammte tür zu unserem neuen hostel?! kurz bevor sich allgemeine panik ausbreitet, finden wir sie dann doch und fallen todmüde ins bett...

tag #5
nach 2 stunden schlaf klingelt der wecker. draußen ist es fast noch dunkel. wir schleppen unsere unendlich schweren koffer zu robertos bar, wo wir ein letztes mal den cappucino genießen. dann gehts zum termini. der zug fährt ein, wir finden einen platz, es geht los. ich setze meine kopfhörer auf, gerade läuft tuolumne von eddie vedder und ich kann mir ein grinsen nicht verkneifen. ciao rom, es war schön!
wenig später schlafe ich ein und erwache erst, als der zug in bologna hält. sitzen auf dem boden und essen supermarkt-kuchen, bis der anschlusszug eintrifft. zum glück haben wir einen platz, doch die fahrt dauert ewigkeiten. musik hören, lesen… acht stunden später stehen wir in münchen. j. wartet am gleis, ich renne los und hole sandwiches bei subway, dann gehts nach ingolstadt. der zug ist völlig überfüllt und so sitzen wir im nichtklimatisierten gang zwischen koffern, türen, der toilette und essen. willkommen zuhause. 


day #4
the alarm clock rings. I have the pulsation of a racehorse. did I drink that much yesterday? we crawl over to roberto's… god, this cappucino!

we go to porta portese, another flea market which is unfortunanetly like the one yesterday. besides that, it is so damn hot again and I'm still sad because of my cameras. I only have disposable cameras left. we barely trust our eyes, as we totally sweaty and half thirst arrive at the end of the market: there is a mcdonalds, like an oasis in the desert, brand new and fully air-conditioned. halleluja!
we go back to the metrostation and by train to the beach, lido di ostia. it seems that we are not the only ones who had the idea to swim. all of rome lie there actually. shadow? fail. so we lie there in the blazing sun, swim a little in the crowded ocean and try to get rid of all the sand that sticks to us due to tons of suntan cream. my disposable camera dies a painful death in the sun.
we go back by late afternoon. at the hostel we have to move to another building because of a booking mess. but our new room is also beautiful.
we shower again and go to campo de fiori, where we exeptionally eat spaghetti today. with a glass of red wine as well, because we are told that all italians do that. later we have a cocktail at ipanema, where we almost fall asleep on the table.
on the way home an older guy talks to us and tells us of a great open air club at tiber. of course we want to join! he's a plastic surgeon, chain-smoker and tells us of his (party)tours with doctor colleagues. I would not let me operate by this guy. the club is ok, I don't like the music but the atmosphere is awesome. we are on a raft on tiber, lights hanging everywhere. we dance, I feel like beeing somewhere in the caribbean.
sometime we are so tired, that we go home. unfortunately, termini is closed at this time, so we have to walk around it to reach the hostel. there are homeless persons on every corner. we are afraid a little, begin to run, flinch at every sound. and where the hell has been the door to our new hostel? just before we panicked, we find it and fall asleep immediately…


day #5
after two hours of sleep, the alarm clock rings. it's almost dark outside. we haul our infinately heavy suitcases to roberto's, where we enjoy the cappucino for the last time. then we go to termini. the train arrives, we have a seat, here we go. I put my headphones on, it's tuolumne by eddie vedder on the ipod and I can't help but smile. ciao rome, it was nice!
after a short time I fall alseep and awake, when we arrive in bologna. we sit on the floor and eat cakes from the supermarket, until the connecting train arrives. luckily we have seats, the journey takes eternities. listening to music, reading… eight hours later we stand in munich. j. waits on the track, I run to subway and grab up some sandwiches and then we go to ingolstadt. the train is totally overcrowded und so we sit on the not-airconditioned floor between suitcases, doors and the toilet and eat. welcome home.

 

Kommentare:

  1. wunderschöne fotos, richtig gelungen :)

    ♥, Christina

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  2. ich bin immer noch und schon wieder so neidisch, die analogen strandfotos sind so cool!

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  3. Ich sag jetzt nicht schonwieder, dass die Photos wunderbar sind & ich Fernweh bekomme! ;)

    http://realitaetsbewusst.blogspot.de

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  4. Das Zitat ist so wunderschön. ich habe es gleich in mein buch geschrieben, tausend dank dafür und ür deinen wunderbaren Kommentar, der mir ein bisschen Optimismus wiedergegeben hat. Das gleiche schaffen deine Fotos übrigens auch.

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  5. Wow, du hast wirklich einen schönen Blog! :) Klasse Fotos!

    Vielleicht hast du ja Lust, mal bei mir vorbeizuschauen und bei meiner Aktion "Blog Of The Month" mitzumachen? Würde mich wahnsinnig freuen ♥

    Barbara

    http://hero--factory.blogspot.com/

    Ich habe einen neuen Kochblog gestartet, vielleicht magst du auch dort vorbeischauen? http://ph0tisserie.blogspot.com/

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  6. dankesehr! ja, das ist meins...freut mich dass es dir gefällt, ich liebe nämlich auch was du hier auf deinem blog so machst!

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  7. deine bilder sind echt der absolute hammer, ich liebe analoge fotos! ich hab auch eine zenit-e, aber die ist leider auch kaputt :-( ansonsten hab ich noch eine minolta x-300 und seid kurzen auch noch eine praktica mit denen ich analog fotografiere :-)

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  8. Haha der Part, wo ihr zum Hostel eilt brachte mich zum Grinsen. :D Das war dann sicher ein sehr schöner Rom-Trip. Auch wenn hier und da paar Sachen anders liefen als gedacht.
    Und nichts zu danken, das mache ich doch gerne. Dein Blog ist wirklich sehr toll! Und von mir jetzt auch ein Danke, hat mich gefreut. :)

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  9. hihi, genau da waren wir auch, ich erkenne es sofort wieder :D
    die obdachlosen am bahnhof haben mir auch immer wieder ein bisschen angst gemacht, da machen die doch nachts mitten auf dem gehweg einfach ein feuer o.O sowas hat man auch noch nicht erlebt und der gestank an manchen ecken am termini ist auch nicht zum lachen, ich tus trotzdem :D
    ich liebe die art wie du deine reisen schilderst, wirklich eine tolle art zu schreiben ♥♥♥

    Lichtzirkus Photographie

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